Das Klausurensystem in der Türkei
Jahrelang bereiten sich Tausende Schüler in der Türkei für eine einzige Klausur vor. Eine Klausur, die ihre ganze Zukunft entscheiden wird. Der Erfolg dieser Klausur entscheidet, was und wo der Schüler studiert.
Immer wieder stellt sich deshalb die Frage, ob dieses Sistem sinnvoll ist oder ob es nicht besser wäre, wenn die türkischen Universitäten das Lisediplom für ausreichend akzeptieren.
Viele wären dafür, dass das Klasurensystem abgeschafft wird, da somit ihr Studentendasein nicht mehr von einer Prüfung abhängen würde. Die meisten Schüler können nämlich trotz gutem Wissen und Bildung nicht erfolgreich sein, da der Druck zu groß ist und sie an Prüfungsstress leiden. Diese Probleme wären Vergangenheit, wenn das Lisediplom ausreichend für das Studium wäre.
Ein umweltfreundliches Argument für das Lisediplom ist, dass durch die Abschaffung der Uni-klausur sehr viel Papier gespart werden würde und somit auch viele Bäume verschont würden.
Es gibt jedoch auch Argumente für das bestehende Klausurensystem.
Im Gegensatz zu den Prüfungsstress leidenden Schülern gibt es auch viele, die großen Erfolg erlangen und somit einen guten Studienplatz bekommen, obwohl sie in ihren Lise-Jahren keine ausgezeichnete Leistung erbracht hatten.
Außerdem ist die Klausur eine Selektionsschwelle, denn die Kapazität der staatlichen Universitäten ist nicht ausreichend für alle Lise-Abgãnger.
Vor allem wegen den eventuellen Ohnmachtsanfällen der Mütter oder der Schüler selbst vor der Klausur könnte man davon ausgehen, dass es besser sei, den Liseabschluss für ausreichend zu erklären.
Meiner Meinung nach ist dieses Klausurensystem zwar keine gute Methode, aber in der Türkei leider notwendig. Damit wie zum Beispiel in Deutschland das Lisediplom für das Studium ausreichen soll, muss in der Türkei erstmal das Bildungssystem reformiert werden.
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